Freitag, Juni 23, 2017

Endoskopische Bandscheiben OP

schnappschuss 00056

Bei bestimmten Bandscheibenvorfällen in der Lendenwirbelsäule besteht die Möglichkeit einer endoskopischen Operation in örtlicher Betäubung. Der seitliche Schnitt ist sehr klein (ca. 5 mm), die Narkose entfällt, das Ausmaß der Narbenbildung ist minimal, die Stabilität der Wirbelsäule wird nicht gefährdet und die Belastung für den Patienten ist insgesamt geringer. Die endoskopische Sicht hat im Vergleich zum 3D-Mikroskop gewisse Nachteile und die Handlungsfähigkeit mit den Instrumenten ist eingeschränkt. Bei im Wirbelkanal verlagerten Bandscheibenvorfällen und bei Bandscheibenvorfällen in der untersten Bandscheibenetage empfehlen wir diese Methode aufgrund der Einschränkung der Erreichbarkeit der Befunde nicht.

Symptomatik

  • Schmerzen im Rücken und/oder im Bein
  • Taubheit oder Kribbeln in den Beinen/Füßen
  • Muskelschwäche (z.B. Kniestreckung, Fußhebung)
  • Bewegungseinschränkung
  • Verstärkung durch Husten oder Niesen
  • Für bestimmte Bandscheibenvorfälle geeignet

Konservative Therapie

  • Schmerzmittel (auch muskelentspannende Mittel)
  • Wärme (selten Kälte)
  • manuelle Therapie
  • Krankengymnastik
  • Spritzen (epidurale Umflutungen, PRT)
  • Infusionen
  • Stufenbettlagerung

Operative Therapie

  • Endoskopische Technik
  • Örtliche Betäubung
  • Sehr Kleiner Schnitt seitlich ( 0,5 cm)
  • keine Eröffnung des Rückenkanals
  • keine Narbenbildung
  • Frühe Mobilisierung
  • Korsett für 4 Wochen
  • Sitzen auch in der ersten Woche erlaubt
  • ambulant oder mit kurzem stationären Aufenthalt
  • Ambulante Krankengymnastik

 Video zur endoskopischen Bandscheiben-OP